Europäisches Fruchttaubenprojekt

Das Europäische Fruchttaubenprojekt vernetzt seit 2007 private Halter, Zoos und Vogelparks. Gemeinsam bewahren sie Fachwissen, fördern den Austausch und stärken verantwortungsvoll geführte Zuchtlinien.

Aktuelles

Fruchttauben erhalten und verantwortungsvoll züchten

Das Europäische Fruchttaubenprojekt verbindet Menschen, die sich mit der Haltung, Zucht und Erhaltung von Fruchttauben beschäftigen. Diese Vögel faszinieren durch ihre außergewöhnliche Farbenpracht, ihr ruhiges Wesen und ihre besondere Anpassung an tropische Lebensräume. Aufgrund ihres leuchtenden Gefieders werden viele Arten zunächst kaum als Tauben erkannt.

In ihren natürlichen Herkunftsgebieten geraten zahlreiche Fruchttaubenarten zunehmend unter Druck, weil tropische Regenwälder und andere wichtige Lebensräume verloren gehen. Deshalb gewinnen verantwortungsvoll geführte Bestände bei engagierten Privathaltern, Zoos und Vogelparks an Bedeutung. Sie bewahren nicht nur wertvolle Erfahrungen und Fachwissen, sondern tragen außerdem dazu bei, genetisch vielfältige Zuchtlinien langfristig zu erhalten.

Gleichzeitig führt das Europäische Fruchttaubenprojekt Steckbriefe, Bestandsmeldungen, Nachzuchten, Preisempfehlungen und Projektkontakte an einem zentralen Ort zusammen. Dadurch entsteht ein fachlicher Überblick, der den Austausch von Tieren, Erfahrungen und Ansprechpartnern erleichtert. Zudem können Halter und zoologische Einrichtungen ihre Zusammenarbeit gezielter planen.

42Steckbriefe

Fruchttauben-Steckbriefe

Mehrsprachige Informationen zu Taxonomie, Verbreitung, Merkmalen, Ernährung und Haltung.

0gemeldete Tiere

Bestände & Nachzuchten

Bestands- und Nachzuchtmeldungen schaffen Überblick über Tiere, Zuchterfolge und mögliche Paarungen.

6+Mitglieder im Netzwerk

Netzwerk & Austausch

Projektkontakte, regelmäßige Treffen und der geschützte Mitgliederbereich fördern die Zusammenarbeit.

Ziele des Europäischen Fruchttaubenprojekts

Das Projekt stärkt die Haltung und Zucht von Fruchttauben durch Zusammenarbeit, fachlichen Austausch und eine zentrale Datenerfassung. Dabei stehen vier Aufgaben im Mittelpunkt.

Haltungs- und Zuchterfahrungen austauschen

Die Teilnehmer teilen Erfahrungen zu Haltung, Fütterung, Unterbringung und Nachzucht. Dadurch können sie bestehende Kenntnisse besser nutzen und gemeinsam neue Erkenntnisse entwickeln.

Bestände und Zuchten koordinieren

Zentrale Bestands- und Nachzuchtmeldungen schaffen einen besseren Überblick über vorhandene Tiere, mögliche Paarungen und verfügbare Nachzuchten. So unterstützt das Projekt die langfristige Planung und den Aufbau stabiler Zuchtlinien.

Tieraustausch verantwortungsvoll organisieren

Nachzuchten und überzählige Fruchttauben können zunächst innerhalb des Projektnetzwerks angeboten werden. Auf diese Weise lassen sich Tiere gezielter vermitteln und bestehende Zuchten sinnvoll ergänzen.

Halter, Zoos und Vogelparks vernetzen

Das Netzwerk verbindet erfahrene Halter, neue Interessenten, Zoos und Vogelparks. Dadurch entstehen neue Kontakte, während die Suche nach Ansprechpartnern für bestimmte Arten und Gattungen leichter wird.

Züchter, Zoos und Vogelparks im Netzwerk

Im Frühjahr 2007 gründeten engagierte Züchter, Zoos und Vogelparks das Europäische Fruchttaubenprojekt im Vogelpark Walsrode. Gemeinsam wollten sie die Haltung und Zucht der Gattungen Ptilinopus, Ducula, Treron, Alectroenas, Gymnophaps und Phapitreron langfristig unterstützen.

Zunächst war das Projekt Teil der Interessengemeinschaft Wildtauben innerhalb der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ). Mittlerweile arbeitet das Europäische Fruchttaubenprojekt als eigenständige Interessengemeinschaft. Dennoch bleibt der ursprüngliche Gedanke erhalten: Wissen teilen, Kontakte schaffen und Fruchttaubenbestände gemeinsam weiterentwickeln.

Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlich geleiteten zoologischen Einrichtungen und erfahrenen privaten Haltern. Zoos bringen wissenschaftliche Kenntnisse, professionelle Infrastruktur und internationale Kontakte ein. Private Züchter ergänzen dieses Wissen durch langjährige Beobachtungen, intensive Tierbetreuung und praktische Zuchterfahrungen. Auf diese Weise profitieren beide Seiten voneinander.

Darüber hinaus bieten regelmäßige Projekttreffen feste Anlaufpunkte für Fachvorträge, persönliche Gespräche und den verantwortungsvollen Tieraustausch. So entstehen neue Kontakte, während bestehende Kooperationen weiter wachsen.

Das Projekt lebt vom Austausch mit zoologischen Einrichtungen, Vogelparks und engagierten Partnern. Gemeinsam bündeln sie Erfahrungen, pflegen Kontakte und unterstützen die langfristige Erhaltung von Fruchttaubenbeständen.

Fruchttauben-Steckbriefe entdecken

Die mehrsprachigen Fruchttauben-Steckbriefe enthalten Informationen zu Taxonomie, Verbreitung, Merkmalen, Haltung, Ernährung und Nachzucht. Dadurch erhalten Halter, Zoos und Interessierte eine gemeinsame fachliche Grundlage. Außerdem werden die Inhalte fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

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Fruchttauben-Gattungen im Überblick

Fruchttauben besitzen meist einen gedrungenen Körperbau, einen kurzen und kräftigen Schnabel, stabile Füße sowie vergleichsweise kurze Schwanzfedern. Besonders auffällig ist ihr häufig intensiv gefärbtes Gefieder.

Das Europäische Fruchttaubenprojekt beschäftigt sich insbesondere mit den folgenden Gattungen:

  • Ptilinopus – kleine bis mittelgroße und häufig besonders farbenprächtige Fruchttauben.
  • Ducula – meist größere Fruchttauben, die auch als Große Fruchttauben bezeichnet werden.
  • Treron – überwiegend grün gefärbte Tauben, die hervorragend an das Leben in Baumkronen angepasst sind.
  • Alectroenas – auffällige Inselarten aus dem westlichen Indischen Ozean.
  • Gymnophaps – Gebirgsfruchttauben aus Südostasien und Australasien.
  • Phapitreron – überwiegend auf den Philippinen vorkommende braune Fruchttauben.

Ansprechpartner im Fruchttaubenprojekt

Hinter dem Europäischen Fruchttaubenprojekt steht ein Netzwerk engagierter Ansprechpartner. Die Projektleitung und die zuständigen Koordinatoren unterstützen den fachlichen Austausch, pflegen Kontakte und fördern die nationale sowie internationale Zusammenarbeit rund um Fruchttauben.

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