Fruchttauben-Steckbrief

Ohrstreiftaube (Phapitreron leucotis)

Ohrstreiftauben-Paar mit Jungvögeln - Ohrstreiftaube (Phapitreron leucotis)

Die Art auf einen Blick

Die Ohrstreiftaube (Phapitreron leucotis) ist eine mittelgroße, auf den Philippinen endemische Waldtaube. Der helle Streif hinter dem Auge und die dunkel begrenzte Kopfzeichnung heben sich vom warm braunen Gefieder ab. Vier Unterarten werden anerkannt. Der Bestand im Europäischen Fruchttaubenprojekt ist klein.

Vorkommen
Philippinen mit Ausnahme der Palawan-Inselgruppe.
Größe / Merkmale
ca. 24 cm | warm braunes bis bronzefarbenes Gefieder, heller Streif hinter dem Auge und dunklere Kopfzeichnung, am Hals teils metallischer Glanz | Geschlechter äußerlich sehr ähnlich
Status
Bestand im Projekt klein

Beschreibung

Die Ohrstreiftaube ist ein unauffällig, aber fein gezeichneter Vertreter der philippinischen Brauntauben. Kennzeichnend sind das warme braune bis bronzefarbene Gefieder, ein heller Streif hinter dem Auge und eine dunklere Begrenzung darunter; am Hals kann ein grünlich bis violetter Glanz sichtbar werden. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich stark. Vier Unterarten verteilen sich über Luzon, die zentralen Philippinen, Mindanao und den Sulu-Archipel. Der kleine Projektbestand sollte nach Herkunft, Unterart und Abstammung sorgfältig geführt werden.

Steckbrief & Kurzprofil zur Ohrstreiftaube

Deutscher NameOhrstreiftaube
Wissenschaftlicher NamePhapitreron leucotis
GattungPhapitreron
KategorieFruchttauben weiterer Gattungen
VorkommenPhilippinen mit Ausnahme der Palawan-Inselgruppe.
UnterartenPhapitreron l. leucotis – nördliche Philippinen einschließlich Luzon, Catanduanes und Mindoro mit Nebeninseln | P. l. nigrorum – Cebu, Guimaras, Masbate, Negros und Panay mit Nebeninseln | P. l. brevirostris – Leyte, Bohol, Dinagat, Samar, Mindanao, Siquijor und weitere südöstliche Inseln | P. l. occipitalis – Basilan und Sulu-Archipel.
Größe / Merkmaleca. 24 cm | warm braunes bis bronzefarbenes Gefieder, heller Streif hinter dem Auge und dunklere Kopfzeichnung, am Hals teils metallischer Glanz | Geschlechter äußerlich sehr ähnlich
StatusBestand im Projekt klein

Lebensraum und natürliches Vorkommen

Tiefland- und Hügelwälder, Waldränder, ältere Sekundärwälder, Buschland und baumbestandene Agrarlandschaften.

Fütterung im Fruchttaubenprojekt

Die Art ernährt sich überwiegend von Früchten und Beeren und nimmt Nahrung in Bäumen, Sträuchern und gelegentlich in niedrigeren Vegetationsschichten auf. In menschlicher Obhut sollte eine abwechslungsreiche Fruchtration mit einem ausgewogenen Ergänzungsfutter für frugivore Tauben kombiniert werden. Bei einem kleinen Bestand sind Futteraufnahme und Kondition regelmäßig zu kontrollieren.

Haltung im Fruchttaubenprojekt

Die ruhige Waldtaube benötigt eine geräumige, dicht strukturierte und ganzjährig frostfreie Voliere mit freien Flugwegen, stabilen erhöhten Sitzplätzen und geschützten Rückzugsbereichen. Mehrere Futterstellen und Sichtschutz helfen, Konkurrenz und Störungen zu begrenzen.

Zucht und Nachzucht

Für die Zucht sollten ruhige, erhöhte und gut gedeckte Nistplätze mit geeignetem Zweigmaterial angeboten werden. Bei dem kleinen Projektbestand müssen Unterart, Herkunft, Paarbildung, Abstammung, Schlupf und Jungtierentwicklung vollständig dokumentiert werden.

Unterarten und Systematik

Phapitreron l. leucotis – nördliche Philippinen einschließlich Luzon, Catanduanes und Mindoro mit Nebeninseln | P. l. nigrorum – Cebu, Guimaras, Masbate, Negros und Panay mit Nebeninseln | P. l. brevirostris – Leyte, Bohol, Dinagat, Samar, Mindanao, Siquijor und weitere südöstliche Inseln | P. l. occipitalis – Basilan und Sulu-Archipel.

Besondere Hinweise zur Art

Der helle Ohrstreif ist namensgebend. Trotz der dezenten Färbung zeigt das Halsgefieder bei günstigem Licht einen grünlich bis violetten Metallglanz.

Schutzstatus

IUCNNicht gefährdet
CITESNicht gelistet
EU-ArtenschutzNicht gelistet
Ringgröße6,0 mm

Weiterführende Quellen

Bildnachweise

  • Ohrstreiftauben-Paar mit Jungvögeln (© Florence Velez)
  • Ohrstreiftaube bei Manfred Kästner (© Johannes Pfleiderer)
  • Ohrstreiftauben bei Manfred Kästner (© Johannes Pfleiderer)
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