Fruchttauben-Steckbrief
Schwarznacken-Fruchttaube (Ptilinopus melanospilus)

Die Art auf einen Blick
Die Schwarznacken-Fruchttaube (Ptilinopus melanospilus) ist eine kleine südostasiatische Fruchttaube mit deutlich unterschiedlicher Färbung der Geschlechter. Das Männchen trägt einen schwarzen Nacken- und Hinterkopffleck sowie eine gelbliche Kehle, während das Weibchen überwiegend grün gefärbt ist. Der Projektbestand ist gesichert und wird regelmäßig nachgezogen.
- Vorkommen
- Philippinen, Sulawesi und benachbarte Inseln sowie Große und Kleine Sunda-Inseln.
- Größe / Merkmale
- ca. 23–24 cm | Männchen mit schwarzem Hinterkopf und Nacken, grauen Kopfpartien und gelblicher Kehle; Weibchen überwiegend grün | ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus
- Status
- Bestand gesichert und regelmäßige Nachzucht
Beschreibung
Die Schwarznacken-Fruchttaube besitzt ein weites, aber stark inselartig gegliedertes Verbreitungsgebiet von den Philippinen über Sulawesi bis zu den Sunda-Inseln. Das Männchen ist an schwarzem Hinterkopf und Nacken, grauer Kopfpartie und gelblicher Kehle gut kenntlich; Weibchen sind wesentlich einheitlicher grün. Sechs Unterarten werden in aktuellen Checklisten unterschieden. Die Art nutzt neben Wäldern auch Waldränder, Sekundärvegetation und baumbestandene Kulturlandschaften. Der gesicherte Projektbestand ermöglicht eine systematische Dokumentation von Linien und Zuchterfahrungen.
Steckbrief & Kurzprofil zur Schwarznacken-Fruchttaube
| Deutscher Name | Schwarznacken-Fruchttaube |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Ptilinopus melanospilus |
| Gattung | Ptilinopus |
| Kategorie | Ptilinopus - Flaumfußtauben |
| Vorkommen | Philippinen, Sulawesi und benachbarte Inseln sowie Große und Kleine Sunda-Inseln. |
| Unterarten | Sechs anerkannte Unterarten: Ptilinopus m. melanospilus, P. m. bangueyensis, P. m. chrysorrhous, P. m. xanthorrhous, P. m. melanauchen und P. m. massopterus. |
| Größe / Merkmale | ca. 23–24 cm | Männchen mit schwarzem Hinterkopf und Nacken, grauen Kopfpartien und gelblicher Kehle; Weibchen überwiegend grün | ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus |
| Status | Bestand gesichert und regelmäßige Nachzucht |
Lebensraum und natürliches Vorkommen
Tropische Tiefland- und Hügelwälder, Waldränder, ältere Sekundärvegetation, Mangroven und baumbestandene Kulturlandschaften.
Fütterung im Fruchttaubenprojekt
Die Art ernährt sich überwiegend von kleinen Früchten, Beeren und Feigen. In menschlicher Obhut sollte eine abwechslungsreiche Auswahl geeigneter Früchte mit einem ausgewogenen Ergänzungsfutter für frugivore Tauben kombiniert werden. Mehrere Futterstellen unterstützen eine ruhige Gruppenhaltung.
Haltung im Fruchttaubenprojekt
Die aktive und soziale Art benötigt eine geräumige, dicht strukturierte und ganzjährig frostfreie Voliere mit freien Flugwegen, unterschiedlich starken Sitzästen und geschützten Rückzugsbereichen. Eine Vergesellschaftung ist nur bei ausreichendem Raum, mehreren Futterstellen und genauer Beobachtung sinnvoll.
Zucht und Nachzucht
Gut geschützte, erhöhte Nistkörbchen oder kleine Plattformen mit feinem Zweigmaterial sollten angeboten werden. Auch bei einer regelmäßig nachgezogenen Art müssen Paarbildung, Abstammung, Schlupf und Jungtierentwicklung dokumentiert werden. Pauschale Brut- und Nestlingszeiten werden nur aus bestätigten Projektaufzeichnungen übernommen.
Unterarten und Systematik
Sechs anerkannte Unterarten: Ptilinopus m. melanospilus, P. m. bangueyensis, P. m. chrysorrhous, P. m. xanthorrhous, P. m. melanauchen und P. m. massopterus.
Besondere Hinweise zur Art
Der starke Geschlechtsdimorphismus erleichtert die äußerliche Zuordnung erwachsener Tiere. Die Art gehört im europäischen Bestand zu den regelmäßiger nachgezogenen kleinen Fruchttauben.
Schutzstatus
| IUCN | Nicht gefährdet |
|---|---|
| CITES | Nicht gelistet |
| EU-Artenschutz | Nicht gelistet |
| Ringgröße | 6,0 mm |
Weiterführende Quellen
Bilder der Schwarznacken-Fruchttaube


Bildnachweise
Schwarznacken-Fruchttaube im Zoo Köln (© Thomas Breuer)
