Rotnasen-Grüntaube (Treron calvus)

Fruchttauben-Steckbrief

Rotnasen-Grüntaube

Treron calvus

In diesem Steckbrief betrachten wir die afrikanische Rotnasen-Grüntaube (Treron calvus). Ihr weites natürliches Vorkommen umfasst Afrika südlich der Sahara, mit Ausnahme der extremen Wüstengebiete in Südwestafrika. Typische Merkmale dieser der Kategorie „Treron – Grüntauben“ zugeordneten Art sind eine Körpergröße von 25–30 cm. Die äußere Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig, da die Wachshaut und das Gefieder des Weibchens lediglich etwas blasser erscheinen. Die Bestandssituation in unserem Fruchttaubenprojekt ist hochkomplex: Die erfassten Tiere gehören mindestens vier verschiedenen Unterarten an, weshalb jeweils nur ein relativ kleiner Bestand vorhanden und der genaue Unterartenstatus noch nicht für alle Vögel abschließend geklärt ist. Diese Informationsseite ist daher eine essentielle Plattform, um die wissenschaftliche Einordnung und gezielte Erhaltungszucht im Projekt voranzutreiben.

Beschreibung

In diesem Steckbrief betrachten wir die afrikanische Rotnasen-Grüntaube (Treron calvus). Ihr weites natürliches Vorkommen umfasst Afrika südlich der Sahara, mit Ausnahme der extremen Wüstengebiete in Südwestafrika. Typische Merkmale dieser der Kategorie „Treron – Grüntauben“ zugeordneten Art sind eine Körpergröße von 25–30 cm. Die äußere Unterscheidung der Geschlechter ist schwierig, da die Wachshaut und das Gefieder des Weibchens lediglich etwas blasser erscheinen. Die Bestandssituation in unserem Fruchttaubenprojekt ist hochkomplex: Die erfassten Tiere gehören mindestens vier verschiedenen Unterarten an, weshalb jeweils nur ein relativ kleiner Bestand vorhanden und der genaue Unterartenstatus noch nicht für alle Vögel abschließend geklärt ist. Diese Informationsseite ist daher eine essentielle Plattform, um die wissenschaftliche Einordnung und gezielte Erhaltungszucht im Projekt voranzutreiben.

Steckbrief & Kurzprofil zur Rotnasen-Grüntaube

Deutscher NameRotnasen-Grüntaube
Wissenschaftlicher NameTreron calvus
GattungTreron
KategorieTreron - Grüntauben
VorkommenAfrika südlich der Sahara mit Ausnahme der Wüstengebiete in Südwestafrika
Unterarten1. Treron calvus calvus - Ostnigeria bis Nordostkongo und Zentral-Angola | 2. Treron calvus nudirostris - Senegal, Gambia, Guinea-Bissau | 3. Treron calvus sharpei - Sierra Leone bis Südnigera und Nordkamerun | 4. Treron calvus poensis - Bioco | 5. Treron calvus uellensis - Nordkongo bis Südsudan und Uganda | 6. Treron calvus brevicerus - Südwestäthiopien bis Nordtansania | 7. Treron calvus salvadorii - Ostkongo, Uganda, Ruanda, Burundi | 8. Treron calvus granviki - Westkenia bis Nordwesttansania | 9. Treron calvus wakefieldii - Küstengebiete Kenias und Nordosttansanias | 10. Treron calvus granti - Tiefland Osttansanias, Sansibar | 11. Treron calvus orientalis - Südtansania, Mosambik und Unterlauf des Sambesi | 12. Treron calvus schalowi - Südkongo und Sambia bis zu dem Victoria-Fällen | 13. Treron calvus chobiensis - Südwestsimbabwe und Nordbotswana | 14. Treron calvus ansorgei - Südangola | 15. Treron calvus vylderi - Nordwestnamibia | 16. Treron calvus damarensis - Nordostnamibia und Nordwestbotswana | 17. Treron calvus delalandii - afrikanische Ostküste von Kenia bis Südafrika | Die Systematik ist umstritten, teilweise werden auch nur 15 Unterarten anerkannt. Zu den meisten Unterarten lassen sich kaum Informationen finden.
Größe / Merkmale25-30 cm | Äußere Unterscheidung der Geschlechter schwierig. Wachshaut und Gefieder des Weibches blasser.
StatusDie Tiere im Projekt gehören mindestens vier verschiedenen Unterarten an, so dass jeweils nur ein relativ kleiner Bestand vorhanden ist. Zudem ist der Unterartenstatus noch nicht für alle Tiere geklärt.

Lebensraum und natürliches Vorkommen

Baumsavannen, offene Waldgebiete, Galeriewälder entlang von Flüssen und Kulturland.

Fütterung im Fruchttaubenprojekt

Frugivor. Hauptsächlich fleischige Früchte (z. B. Wildfeigen), nimmt im Gegensatz zu echten Fruchttauben im Magen-Darm-Trakt jedoch gelegentlich auch Samen auf. In Haltung: Fruchttaubenfutter, Weichobstmischung und kleine Mengen leicht verdaulicher Sämereien.

Haltung im Fruchttaubenprojekt

Sehr agile und bewegliche Grüntaubenart. Schätzt Klettermöglichkeiten im Geäst. Ein gut isoliertes oder leicht beheiztes Schutzhaus für den europäischen Winter wird dringend empfohlen, um Erfrierungen an den Läufen zu vermeiden.

Zucht und Nachzucht

Das Gelege besteht meist aus 1–2 Eiern. Die Nester werden oft als recht liederliche Plattformen im dichten Dornengestrüpp angelegt. Sichtschutzmatten an den Volierenseiten erhöhen den Zuchterfolg deutlich.

Unterarten und Systematik

  • Treron calvus calvus - Ostnigeria bis Nordostkongo und Zentral-Angola | 2. Treron calvus nudirostris - Senegal, Gambia, Guinea-Bissau | 3. Treron calvus sharpei - Sierra Leone bis Südnigera und Nordkamerun | 4. Treron calvus poensis - Bioco | 5. Treron calvus uellensis - Nordkongo bis Südsudan und Uganda | 6. Treron calvus brevicerus - Südwestäthiopien bis Nordtansania | 7. Treron calvus salvadorii - Ostkongo, Uganda, Ruanda, Burundi | 8. Treron calvus granviki - Westkenia bis Nordwesttansania | 9. Treron calvus wakefieldii - Küstengebiete Kenias und Nordosttansanias | 10. Treron calvus granti - Tiefland Osttansanias, Sansibar | 11. Treron calvus orientalis - Südtansania, Mosambik und Unterlauf des Sambesi | 12. Treron calvus schalowi - Südkongo und Sambia bis zu dem Victoria-Fällen | 13. Treron calvus chobiensis - Südwestsimbabwe und Nordbotswana | 14. Treron calvus ansorgei - Südangola | 15. Treron calvus vylderi - Nordwestnamibia | 16. Treron calvus damarensis - Nordostnamibia und Nordwestbotswana | 17. Treron calvus delalandii - afrikanische Ostküste von Kenia bis Südafrika | Die Systematik ist umstritten, teilweise werden auch nur 15 Unterarten anerkannt. Zu den meisten Unterarten lassen sich kaum Informationen finden.

Besondere Hinweise zur Art

Besitzt eine nackte, leuchtend rote Wachshaut an der Schnabelbasis; nutzt ihre kräftigen Füße, um sich beim Fressen kopfüber an Äste zu hängen.

Schutzstatus

CITESNicht gelistet
EU-ArtenschutzNicht gelistet

Weiterführende Quellen

Bildnachweise

  • Rotnasen-Grüntaube tansanischem Ursprungs bei Noël Hendrikx (© Johannes Pfleiderer)
  • Rotnasen-Grüntaube westafrikanischen Ursprungs im Zoo Pilsen (© Johannes Pfleiderer)
  • Rotnasen-Grüntaube - Unterart delalandii - bei Henk Nabenman (© Johannes Pfleiderer)
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