Fruchttauben-Steckbrief

Elsterfruchttaube (Ducula luctuosa)

Elsterfruchttaube im Zoo Berlin - Elsterfruchttaube (Ducula luctuosa)

Die Art auf einen Blick

Die Elsterfruchttaube (Ducula luctuosa) ist eine große, überwiegend weiße Fruchttaube mit silbergrauen, dunkel gesäumten Schwingen. Sie kommt auf Sulawesi und benachbarten Inseln vor und nutzt neben Tieflandwäldern auch Mangroven und veränderte Waldlandschaften. Ihr Bestand im Europäischen Fruchttaubenprojekt gilt derzeit als gesichert.

Vorkommen
Sulawesi und benachbarte Inseln, einschließlich der Sula-Inseln.
Größe / Merkmale
ca. 37–48 cm | etwa 410 g | überwiegend weißes Gefieder, silbergraue Schwingen mit dunklen Säumen und dunkle Zeichnung an Bauch und Unterschwanz | Geschlechter äußerlich ähnlich
Status
Bestand im Projekt gesichert

Beschreibung

Die Elsterfruchttaube ist durch ihr helles Gefieder und die silbergrauen, dunkel gerandeten Flügelfedern gut von der Zweifarben-Fruchttaube zu unterscheiden. Schwarze Zeichnungselemente an Bauch, Schenkeln und Unterschwanz können dem Gefieder ein leicht gesprenkeltes Erscheinungsbild geben. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich. Die Art ist auf Sulawesi und benachbarte Inseln beschränkt, zeigt sich bei der Lebensraumwahl jedoch vergleichsweise anpassungsfähig. Der gesicherte Projektbestand bietet eine gute Grundlage, Abstammung, Zuchterfolge und Haltungsbeobachtungen langfristig systematisch zu dokumentieren.

Steckbrief & Kurzprofil zur Elsterfruchttaube

Deutscher NameElsterfruchttaube
Wissenschaftlicher NameDucula luctuosa
GattungDucula
KategorieDucula - Große Fruchttauben
VorkommenSulawesi und benachbarte Inseln, einschließlich der Sula-Inseln.
UnterartenMonotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten.
Größe / Merkmaleca. 37–48 cm | etwa 410 g | überwiegend weißes Gefieder, silbergraue Schwingen mit dunklen Säumen und dunkle Zeichnung an Bauch und Unterschwanz | Geschlechter äußerlich ähnlich
StatusBestand im Projekt gesichert

Lebensraum und natürliches Vorkommen

Tropische Tieflandwälder, offene und sekundäre Waldgebiete, Mangroven sowie stärker veränderte Wald- und Kulturlandschaften.

Fütterung im Fruchttaubenprojekt

Die Elsterfruchttaube ernährt sich überwiegend von Früchten und Beeren und sucht Nahrung vor allem in Bäumen und größeren Sträuchern. In menschlicher Obhut ist eine abwechslungsreiche Fruchtration mit geeignetem Ergänzungsfutter für frugivore Tauben sinnvoll. Futteraufnahme, Körpergewicht und Verträglichkeit einzelner Komponenten sollten innerhalb des Projekts nachvollziehbar dokumentiert werden.

Haltung im Fruchttaubenprojekt

Die Art benötigt eine geräumige Voliere mit offenem Flugraum, erhöhten Sitzplätzen und geschützten Bereichen. Weil sie auch Waldränder und offenere Lebensräume nutzt, sollte die Anlage sowohl freie Flugachsen als auch strukturierte Rückzugszonen bieten. Eine ganzjährig frostfreie Unterbringung und eine sorgfältige Beobachtung bei der Vergesellschaftung bleiben erforderlich.

Zucht und Nachzucht

Das Gelege besteht gewöhnlich aus einem Ei. Ruhige, erhöhte und stabile Nistplätze mit geeignetem Zweigmaterial unterstützen ein ungestörtes Brutverhalten. Da der Projektbestand als gesichert gilt, sollten Paarbildung, Brutverlauf, Schlupf und Jungtierentwicklung konsequent erfasst werden, damit artspezifische Erfahrungswerte belastbar bleiben.

Unterarten und Systematik

Monotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten.

Besondere Hinweise zur Art

Die silbergrauen statt schwarzen Handschwingen sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur ähnlich gefärbten Zweifarben-Fruchttaube. Die Art gilt als eigenständige, monotypische Inselart.

Schutzstatus

IUCNNicht gefährdet
CITESNicht gelistet
EU-ArtenschutzNicht gelistet
Ringgröße11,0 mm

Weiterführende Quellen

Bildnachweise

  • Elsterfruchttaube im Zoo Berlin (© Johannes Pfleiderer)
  • Charakteristische Färbung der Schwungfedern der Elsterfruchttaube - hellgrau mit dunkler Umrandung (© Johannes Pfleiderer)
  • Elsterfruchttaube Kopfansicht (© Johannes Pfleiderer)
  • Elsterfruchttaube (© Johannes Pfleiderer)
  • Unterschwanzdecken der Elsterfruchttaube (© Johannes Pfleiderer)
  • Vergleich Elster- (hinten) und Kaiserfruchttaube (vorne) (© Johannes Pfleiderer)
  • Vergleich Elster- (links) und Kaiserfruchttaube (rechts) (© Johannes Pfleiderer)
  • Vergleich der Unterschwanzdecken von Elster- (links) und Kaiserfruchttaube (rechts) (© Johannes Pfleiderer)
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