Fruchttauben-Steckbrief
Tongafruchttaube (Ducula pacifica)

Die Art auf einen Blick
Die Tongafruchttaube (Ducula pacifica) ist eine große Fruchttaube der Inselwelt Melanesiens und Polynesiens. Auffällig sind die hellgraue bis rosagraue Unterseite und der kräftige Schnabelhöcker, der bei Männchen meist stärker ausgeprägt ist. Im Europäischen Fruchttaubenprojekt ist die Art derzeit nicht vertreten.
- Vorkommen
- Inseln nördlich und südöstlich von Neuguinea sowie vom Bismarck- und Louisiade-Archipel über die Salomonen und Vanuatu bis Fidschi, Samoa, Tonga, Niue und zu den Cookinseln.
- Größe / Merkmale
- ca. 36–41 cm | etwa 370–420 g | graue bis rosagraue Unterseite, dunklere Oberseite und deutlicher Höcker an der Schnabelbasis, beim Männchen meist stärker ausgeprägt
- Status
- Momentan nicht im Projektbestand vertreten
Beschreibung
Die Tongafruchttaube ist über zahlreiche Inselgruppen des südwestlichen und zentralen Pazifiks verbreitet. Ihr kräftiger Körperbau, die grauen bis rosagrauen Gefiederpartien und der markante Höcker an der Schnabelbasis erleichtern die Bestimmung. Die Art kann zwischen Inseln und weit auseinanderliegenden Nahrungsbäumen fliegen und sich an ergiebigen Fruchtquellen in größeren Gruppen sammeln. Zwei Unterarten werden anerkannt. Da die Art momentan nicht zum Projektbestand gehört, müssen Haltung und Zucht klar als allgemeines Fachwissen und nicht als eigene Projekterfahrung gekennzeichnet werden.
Steckbrief & Kurzprofil zur Tongafruchttaube
| Deutscher Name | Tongafruchttaube |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Ducula pacifica |
| Gattung | Ducula |
| Kategorie | Ducula - Große Fruchttauben |
| Vorkommen | Inseln nördlich und südöstlich von Neuguinea sowie vom Bismarck- und Louisiade-Archipel über die Salomonen und Vanuatu bis Fidschi, Samoa, Tonga, Niue und zu den Cookinseln. |
| Unterarten | Ducula p. pacifica – vom Louisiade-Archipel über Salomonen, Vanuatu und Fidschi bis Samoa, Tonga, Niue und Cookinseln | Ducula p. sejuncta – kleinere Inseln nördlich von Neuguinea sowie westlicher Bismarck-Archipel. |
| Größe / Merkmale | ca. 36–41 cm | etwa 370–420 g | graue bis rosagraue Unterseite, dunklere Oberseite und deutlicher Höcker an der Schnabelbasis, beim Männchen meist stärker ausgeprägt |
| Status | Momentan nicht im Projektbestand vertreten |
Lebensraum und natürliches Vorkommen
Tropische Tiefland- und Bergwälder auf Inseln, Waldränder, Sekundärwald sowie baumbestandene Kulturlandschaften mit fruchttragenden Gehölzen.
Fütterung im Fruchttaubenprojekt
Die Tongafruchttaube frisst überwiegend Früchte, nimmt daneben aber auch junge Blätter und Blüten auf. In menschlicher Obhut sollte das Futter abwechslungsreiche geeignete Früchte und ein ausgewogenes Ergänzungsfutter für frugivore Tauben umfassen. Wegen der Größe und Aktivität der Art sind Futterplätze so anzulegen, dass mehrere Tiere ohne Konkurrenz gleichzeitig fressen können.
Haltung im Fruchttaubenprojekt
Als kräftige und ausdauernd fliegende Inseltaube benötigt die Art viel nutzbaren Flugraum, stabile erhöhte Sitzplätze und geschützte Ruhebereiche. Eine ganzjährig frostfreie Unterbringung mit wettergeschütztem Innenraum ist erforderlich. Bei Gruppenhaltung sind ausreichend Abstand, mehrere Futterstellen und das Verhalten während saisonaler Paarbildung sorgfältig zu beobachten.
Zucht und Nachzucht
Die Art baut in Bäumen oder erhöhten Bereichen ein einfaches Zweignest; das Gelege besteht gewöhnlich aus einem Ei. In der Voliere sollten stabile, hoch gelegene Nistplattformen und gut geeignetes Nestmaterial bereitstehen. Da derzeit keine Tiere im Projekt geführt werden, fehlen eigene aktuelle Projektdaten zu Brutdauer, Aufzucht und Paarverträglichkeit.
Unterarten und Systematik
Ducula p. pacifica – vom Louisiade-Archipel über Salomonen, Vanuatu und Fidschi bis Samoa, Tonga, Niue und Cookinseln | Ducula p. sejuncta – kleinere Inseln nördlich von Neuguinea sowie westlicher Bismarck-Archipel.
Besondere Hinweise zur Art
Der auffällige Höcker an der Schnabelbasis und die Fähigkeit zu regelmäßigen Flügen zwischen Inseln kennzeichnen die Art. Auf vielen Pazifikinseln besitzt sie zudem kulturelle Bedeutung und ist unter lokalen Namen wie „Lupe“ bekannt.
Schutzstatus
| IUCN | Nicht gefährdet |
|---|---|
| CITES | Nicht gelistet |
| EU-Artenschutz | Nicht gelistet |
| Ringgröße | 11,0 mm |
Weiterführende Quellen
Bildnachweise
Schwarzhöcker-Fruchttaube bei Henk Naberman (© Johannes Pfleiderer)
