Fruchttauben-Steckbrief
Sundafruchttaube (Ducula rosacea)

Die Art auf einen Blick
Die Sundafruchttaube (Ducula rosacea) ist eine mittelgroße bis große Inseltaube mit rosafarbenem Kopf und Hals sowie grünlich-grauer Oberseite. Ihr Vorkommen verteilt sich auf zahlreiche Inselgruppen Indonesiens und Timor-Lestes. Im Europäischen Fruchttaubenprojekt ist der kleine Bestand dank guter Zuchterfolge im Wachstum.
- Vorkommen
- Zahlreiche Inselgruppen Indonesiens und Timor-Lestes, darunter Inseln der Javasee, die Kleinen Sundainseln mit Timor und Wetar, Inseln der Bandasee sowie einzelne Inselgruppen südlich von Sulawesi und in den nördlichen Molukken.
- Größe / Merkmale
- ca. 39–44 cm | etwa 360–395 g | rosafarbener Kopf und Hals, grünlich-graue Oberseite und helle Unterseite | Geschlechter äußerlich ähnlich
- Status
- Kleiner Bestand, durch gute Zuchterfolge im Wachstum
Beschreibung
Die Sundafruchttaube ist durch den rosafarbenen Kopf und Hals, die grünlich-graue Oberseite und die helle Unterseite gut kenntlich. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich. Die Art besiedelt keine zusammenhängende Großregion, sondern ein Mosaik zahlreicher Inseln von der Javasee über die Kleinen Sundainseln und die Bandasee bis zu Inselgruppen in den nördlichen Molukken. Diese zergliederte Verbreitung macht lokale Bestände anfällig für Lebensraumverlust und Jagddruck. Der kleine Projektbestand entwickelt sich durch gute Zuchterfolge positiv und sollte weiterhin eng koordiniert werden.
Steckbrief & Kurzprofil zur Sundafruchttaube
| Deutscher Name | Sundafruchttaube |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Ducula rosacea |
| Gattung | Ducula |
| Kategorie | Ducula - Große Fruchttauben |
| Vorkommen | Zahlreiche Inselgruppen Indonesiens und Timor-Lestes, darunter Inseln der Javasee, die Kleinen Sundainseln mit Timor und Wetar, Inseln der Bandasee sowie einzelne Inselgruppen südlich von Sulawesi und in den nördlichen Molukken. |
| Unterarten | Monotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten. |
| Größe / Merkmale | ca. 39–44 cm | etwa 360–395 g | rosafarbener Kopf und Hals, grünlich-graue Oberseite und helle Unterseite | Geschlechter äußerlich ähnlich |
| Status | Kleiner Bestand, durch gute Zuchterfolge im Wachstum |
Lebensraum und natürliches Vorkommen
Tropische Tiefland- und Monsunwälder, Mangroven, feuchtes Buschland, Sekundärvegetation und regional auch Plantagen auf Inseln.
Fütterung im Fruchttaubenprojekt
Die Sundafruchttaube ernährt sich überwiegend von Früchten und Beeren und trägt zur Samenverbreitung in Inselwäldern bei. In menschlicher Obhut sollte eine abwechslungsreiche, auf die Art abgestimmte Fruchtration mit geeignetem Ergänzungsfutter kombiniert werden. Bei einem kleinen wachsenden Bestand sind Futteraufnahme, Kondition und mögliche individuelle Unverträglichkeiten konsequent zu dokumentieren.
Haltung im Fruchttaubenprojekt
Die Art benötigt eine geräumige, strukturierte Voliere mit freien Flugstrecken, erhöhten Sitzplätzen, dichter Deckung und ruhigen Rückzugsbereichen. Die Unterbringung muss ganzjährig frostfrei und vor Zugluft sowie starken Temperaturschwankungen geschützt sein. Überbesatz und Konkurrenz an Nist- oder Futterplätzen können den Zuchterfolg beeinträchtigen.
Zucht und Nachzucht
Das Gelege besteht bei Ducula-Arten gewöhnlich aus einem Ei. Ruhige, hoch gelegene und stabile Nistplätze sowie ausreichend geeignetes Zweigmaterial sind wichtig. Da der Projektbestand durch gute Zuchterfolge wächst, sollten erfolgreiche Paarungen, Abstammung, Schlupf und Jungtierentwicklung lückenlos dokumentiert werden, ohne unbestätigte Zeitangaben zu verallgemeinern.
Unterarten und Systematik
Monotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten.
Besondere Hinweise zur Art
Die Art wird aktuell als potenziell gefährdet eingestuft. Ihr stark zergliedertes Inselvorkommen und der fortschreitende Verlust geeigneter Lebensräume machen die Entwicklung einzelner Populationen schwer überschaubar.
Schutzstatus
| IUCN | Potenziell gefährdet |
|---|---|
| CITES | Nicht gelistet |
| EU-Artenschutz | Nicht gelistet |
| Ringgröße | 11,0 mm |
Weiterführende Quellen
Bildnachweise
- Inselfruchttaube (© Johannes Pfleiderer)
- Inselfruchttauben (© Seth Martens)
- Inselfruchttauben (© Johannes Pfleiderer)
