Fruchttauben-Steckbrief

Waaliagrüntaube (Treron waalia)

Waalia-Taube - Waalia-Taube (Treron waalia)

Die Art auf einen Blick

Die Waaliagrüntaube (Treron waalia) ist eine mittelgroße Grüntaube der afrikanischen Savannen- und Trockengebiete sowie des südwestlichen Arabiens. Kennzeichnend sind der olivgrüne Körper, purpurfarbene Schulterflecken und der leuchtend gelbe Bauch. Die monotypische Art besitzt im Europäischen Fruchttaubenprojekt einen gesicherten Bestand.

Vorkommen
Savannen- und Trockengebiete von Westafrika über den Sahel bis Sudan, Äthiopien, Somalia, Uganda und Kenia; außerdem im Südwesten der Arabischen Halbinsel und auf Sokotra.
Größe / Merkmale
ca. 28–30 cm | olivgrüner bis grünlich-grauer Kopf und Oberkörper, purpurfarbene Schulterflecken und leuchtend gelbe Unterseite | Geschlechter äußerlich ähnlich, Weibchen meist etwas matter
Status
Bestand im Projekt gesichert

Beschreibung

Die Waaliagrüntaube ist vom westafrikanischen Sahel über Nordost- und Ostafrika bis in den Südwesten der Arabischen Halbinsel und nach Sokotra verbreitet. Kopf, Hals und Oberbrust sind oliv- bis grünlich-grau, die Flügel dunkel olivgrün und die Unterseite auffällig gelb. Purpurfarbene Schulterflecken ergänzen die Zeichnung. Männchen und Weibchen ähneln sich äußerlich stark; Weibchen können etwas matter wirken. Die Art ist monotypisch. Sie folgt regional dem Angebot fruchttragender Bäume und nutzt besonders häufig Feigen.

Steckbrief & Kurzprofil zur Waaliagrüntaube

Deutscher NameWaaliagrüntaube
Wissenschaftlicher NameTreron waalia
GattungTreron
KategorieTreron - Grüntauben
VorkommenSavannen- und Trockengebiete von Westafrika über den Sahel bis Sudan, Äthiopien, Somalia, Uganda und Kenia; außerdem im Südwesten der Arabischen Halbinsel und auf Sokotra.
UnterartenMonotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten.
Größe / Merkmaleca. 28–30 cm | olivgrüner bis grünlich-grauer Kopf und Oberkörper, purpurfarbene Schulterflecken und leuchtend gelbe Unterseite | Geschlechter äußerlich ähnlich, Weibchen meist etwas matter
StatusBestand im Projekt gesichert

Lebensraum und natürliches Vorkommen

Trockene und feuchtere Savannen, offene Waldlandschaften, bewaldete Flusstäler, Galeriewälder, Oasen und andere Standorte mit fruchttragenden Bäumen.

Fütterung im Fruchttaubenprojekt

Die Art ernährt sich überwiegend von Früchten und nutzt besonders häufig Feigen. Die frühere Aussage, sie fresse nahezu ausschließlich nur eine einzige Feigenart, wird nicht verallgemeinert. In menschlicher Obhut sollte eine abwechslungsreiche Fruchtration mit einem ausgewogenen Ergänzungsfutter für frugivore Tauben kombiniert werden.

Haltung im Fruchttaubenprojekt

Die aktive und soziale Art benötigt eine geräumige, gut strukturierte und ganzjährig frostfreie Voliere mit freien Flugwegen, unterschiedlich starken Sitzästen und geschützten Rückzugsbereichen. Mehrere Futterplätze erleichtern die Haltung kleiner Gruppen. Der gesicherte Bestand sollte weiterhin nach Herkunft und Abstammung dokumentiert werden.

Zucht und Nachzucht

Für die Zucht sollten ruhige, gut gedeckte und tragfähige Nistplätze mit geeignetem Zweigmaterial angeboten werden. Beim gesicherten Projektbestand sollten Paarbildung, individuelle Kennzeichnung, Abstammung, Eiablage, Schlupf und Jungtierentwicklung weiterhin konsequent erfasst werden.

Unterarten und Systematik

Monotypisch; derzeit keine allgemein anerkannten Unterarten.

Besondere Hinweise zur Art

Der gelbe Bauch unterscheidet die Art deutlich von der Rotnasen-Grüntaube. Die Waaliagrüntaube ist monotypisch und kommt neben Afrika auch im südwestlichen Arabien und auf Sokotra vor.

Schutzstatus

IUCNNicht gefährdet
CITESNicht gelistet
EU-ArtenschutzNicht gelistet
Ringgröße8,0 mm

Weiterführende Quellen

Bildnachweise

  • Waalia-Taube (© Angelika Zastrow)
  • Waalia-Taube (© Simon Bruslund)
  • Waalia-Taube (© Johannes Pfleiderer)
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